Moderne Expressionisten als Vorbild

Lingenfeld. Gudrun Rembor interessiert sich für Kunst. Und das schon von Kindesbeinen an. Einrichtung und Design sind schon lange ihr Steckenpferd. Und manchmal wurden in der Vergangenheit auch schnell mal die eigenen vier Wände umgestaltet und das Möbel und die Einrichtungsgegenstände neu arrangiert. Mit moderner Kunst kam Gudrun Rembor über den Lingenfelder Kunstverein in Kontakt. Dort sind ihr Mann Bernd  und sie Gründungsmitglied. Bei zahlreichen Ausstellungen lernte sie interessante Künstler und deren Werke und Techniken kennen. „Eines Tages dachte ich mir, warum probierst das das mal nicht selbst aus“, erinnert sich die Künstlerin. „Das hat mir dann soviel Spass gemacht, dass ich dabei geblieben bin“, erzählt sie.

Gudrun Rembor ist Autodidakt. Zwar besuchte sie zu Beginn ihres kreativen Schaffens einen Kurs „Arbeiten mit Pappmache“, schnell kristallisierte sich aber die Arbeit mit Akryl-Farbe, Spachtel und Pinsel heraus: „Da kann man mehrere Schichten übereinander auftragen, und je mehr Schichten, desto interessanter wird es“, erklärt die Künstlerin ihre Arbeitsweise. Vorbilder für Rembor sind die modernen Expressionisten, wie zum Beispiel Mattis. „Ich fange mit Farbe an und dann seh ich, was passiert“, meint die Künstlerin.

Zusammen mit ihrem Ehemann Bernd arbeitete Gudrun Rembor lange in der betriebseigenen Bäckerei in der Lingenfelder Hauptstrasse, beide haben drei Kinder. Da blieb zu Beginn immer nur mal eine Stunde oder zwei zwischendurch, um sich der eigenen Kunst zu widmen. Am Anfang musste der Küchentisch als Arbeitsplatz herhalten, das war aber auf die Dauer sehr mühsam –  alles abdecken, dann wieder wegräumen und sauber machen. Als die Kinder schliesslich aus dem Haus sind, ist die Chance für Gudrun Rembor da: Ein Kinderzimmer wurde umgestaltet und ein eigenes Atelier endlich eingerichtet.

Inzwischen kann sie die eigenen Kunstwerke nicht mehr zählen, die Wände zuhause dienen als Ausstellungsfläche. Anfang des Jahres meldete sich der Kunstverein Lingenfeld und teilte Gudrun Rembor mit: die nächste Ausstellung soll mit ihren Bildern sein. „ Am Anfang war ich geschockt“, erklärt Rembor. „Ich wollte in Lingenfeld eigentlich nicht als Künstlerin auftreten, zum Schluss unterstellt man mir noch Künstlerallüren“, befürchtete sie. Ehemann Bernd konnte sie schliesslich doch von einer eigenen Ausstellung im Heimatdorf überzeugen. Und der Erfolg liess nicht auf sie warten. Zwei Bilder hat sie alleine durch die Ausstellung beim Kunstverein im Lingenfelder Feuerwehrhaus verkauft. Inzwischen waren Rembor-Bilder im Foyer des Mercedes-Benz-Werkes im benachbarten Germersheim ausgestellt.  Und auch international ist Gudrun Rembor dank ihrem Ehegatten erfolgreich. Der ist von der Kunst seiner Frau überzeugt und weiß, wie er ihr Talent an den Mann bzw. die Galerie bringt. Inzwischen waren Rembor-Kunstwerke  in Bellinzona zu bestaunen. Zur Zeit hängen Rembor-Bilder in der Gallerie „Opio 5“ in Montepulciano und im „Il Conte Matto“ , einem renomierten Restaurant in Trequanda, beide in der Toskana gelegen. In diesem Jahr bot die neue Gallerie im ehemaligen Domus-Gebäude neben dem Technik-Museum der Lingenfelderin an,  ihre Kunst in Speyer auszustellen. Leider machte ein geplanter Urlaub zum Ausstellungszeitraum ihr einen Strich durch die Rechnung. Dennoch hofft sie, bei einer anderen Gelegenheit mitausstellen zu können.

Über 20 Bilder hat Gudrun Rembor inzwischen verkauft, bleibt dennoch bescheiden. Inspiriert von neuen Ideen findet sie immer mehr Raum und Zeit für das künstlerische Arbeiten im eigenen Atelier. Dabei hofft sie,  dass ihr auch in Zukunft die kreativen Ideen nicht ausgehen – bei ihrer Kunst a la Gudrun Rembor. Fotos: Vanderschaaf

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